78% von geheilten Coronavirus-Patienten haben danach Herzschäden, so eine Studie

Sogar mild verlaufende Covid-19-Erkrankungen können Spuren am Herzen hinterlassen, so das Fazit einer Studie, welche Kardiologen der Universitätsklinik Frankfurt im Fachmagazin «JAMA Cardiology» publiziert haben. Sie schreiben: “Besonders besorgniserregend ist, dass sich eine Infektion offenbar unabhängig von der Schwere, von bestehenden Vorerkrankungen und dem Verlauf der Akuterkrankung langfristig im Herzen manifestieren kann”.

Keine Risikopatienten, keine Corona Symptome

Von den untersuchten Erkrankten mussten nur 2% künstlich beatmet werden, 18% verspürten überhaupt keine Symptome, dass sie vom Coronavirus befallen worden waren. Die untersuchten Erkrankten gehören scheinbar nicht zu den Risikogruppen, ihr Alter lag nämlich zwischen 45 und 53 Jahren.

Die Resultate: 78% der Untersuchten zeigten auch 2 bis 3 Monate nach Gesundung Auffälligkeiten in der Magnetresonanz-Untersuchung. 60% wiesen Zeichen auf, die für eine Entzündung des Herzmuskels sprechen.

Manche klagten über Brustschmerzen oder spürten das Herzklopfen. Vor der Corona-Infektion war bei keinem der untersuchten Erkrankten eine Herzinsuffizienz oder eine Erkrankung des Herzmuskels bekannt.

Die Studie «Outcomes of Cardiovascular Magnetic Resonance Imaging in Patients Recently Recovered From Coronavirus Disease 2019 (COVID-19)» wurde Ende Juli 2020 online publiziert.

Risiken für Herzinfarkt oder Herzstillstand steigen

Wenn am Coronavirus Erkrankte, die nie Symptome zeigten, trotzdem bleibende Herzschwächen davontragen können, so kann man damit rechnen, dass nun gesund scheinende Menschen im besten Alter vermehrt riskieren, einen Herzinfarkt oder Herzstillstand zu erleiden.

Ob diese Befunde dauerhafte Schädigungen oder Beeinträchtigungen bedeuten, müsssen Langzeitstudie zeigen.

Heute bereits klar ist: Gegen Herzstillstand/Herz-Kreislauf-Zusammenbruch hilft nur sofortige erste Hilfe und ein Defibrillator – am besten in den Händen von Passanten, Arbeitskollegen oder von Mitbewohnern, denn die Ambulanz kommt sehr oft zu sät.

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