Ist ein Defibrillator die Antwort auf den Herzinfarkt im Haushalt?

Defibrillator für zuhause kaufen bei Herzinfarkt

Es gilt als bedeutender Durchbruch, dass die hochentwickelten Heartstart-Defibrillatoren von Philips von jedermann genutzt werden können.

Es wird visuell und mit gesprochener Sprache gezeigt, wie man den “Defi” bedient. Und es sind Sicherheitsvorrichtungen eingebaut, so dass es nicht möglich ist, jemandem, der noch einen normalen Herzschlag hat, einen potenziell tödlichen Schock zu versetzen. Hat das Opfer kein lebensbedrohliches Herzproblem, so kann bei Philips-Heartstart-Geräten auch kein Schock ausgelöst werden.

Das meist verbreitete Gerät, der Heartstart HS1, ist so klein und leicht, man kann es in einer Einkaufstasche tragen. Und damit ein Leben retten, denn meist kommt die Ambulanz in der Schweiz zu spät bei einem Herzstillstand.

“Wir geben viel Geld für Hi-Fi-Geräte und Computer aus, dass man sich leicht diese Lebensversicherung für zu Hause leisten könnte”, sagen sich immer mehr Menschen, denn die Defibrillatoren sind deutlich günstiger geworden. Aber ist die Anschaffung sinnvoll? Je nachdem schon.

Viele Herznotfälle ereignen sich im Haushalt

Denn Defibrillatoren sind in der Schweiz im öffentlichen Raum leider nicht weit verbreitet und sogenannte “First Responder”-Laien-Organisationen ebensowenig. Viele Herzattacken und Herzstillstände ereignen sich zudem zuhause.

So stellen sich lebenswichtige Fragen wie: Ist es denkbar, dass Sie innert 3-5 Minuten einen Defibrillator in Ihrer Wohnung einsetzen müssen? Der Notfallmedizin-Spezialist Reavita – Betreiber dieser Plattform – hat Antworten auf diese und weitere Fragen bereitgestellt. Worauf Sie vor dem Kauf eines Defibrillators für Laien achten müssen, können Sie hier nachlesen.

Nur ein Defibrillator-Modell…

Gut zu wissen: Der Philips HeartStart HS1 Defibrillator ist der erste und einzige Defibrillator, der sogar in den strengen USA ohne Rezept erhältlich ist. Es ist auch das weltweit meist verbreitete Gerät. In der Schweiz können Sie ihn in unserem AED-Shop erwerben, wir sind der einzige von Philips autorisierte Vertragsparter mit Schweizer Garantie, Service und Schulung.

Covid-19: So reinigen und desinfizieren Sie Philips-Defibrillatoren

Defibrillator Reinigung bei Corona und Covid-19

Grundsätzlich: Halten Sie sich an die Massnahmen zur Covid-19-Infektionskontrolle, wie sie in den bestehenden Richtlinien festgelegt sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass nachfolgende Empfehlungen nicht dazu gedacht sind, bestehende nationale Richtlinien oder etablierte Krankenhausprotokolle und befolgte, veröffentlichte Richtlinien und medizinische Literatur zu ersetzen.

Reinigungs- und Desinfektionsempfehlungen für Philips AED:

  • Reinigungsmittel auf ein weiches, fusselfreies Tuch auftragen oder ein Einwegtuch verwenden. Das Tuch oder Wischtuch sollte gesättigt sein, aber nicht tropfen.
  • Wischen Sie das Reinigungsmittel über die gesamte Aussenfläche und den Bildschirm des Geräts.
  • Desinfektionsmittel auf ein weiches, fusselfreies Tuch auftragen oder ein Einwegwischtuch verwenden. Das Tuch oder Wischtuch sollte gesättigt sein, aber nicht tropfen.
  • Desinfektionsmittel über die gesamte Aussenfläche des Geräts wischen.

Geeignete Reinigungs- und Desinfektionsmittel für Laien-Defibrillatoren von Philips:

Im Folgenden sind für jedes Philips-Gerät zugelassene Methoden und Mittel aufgeführt, die mit der WHO und der CDC übereinstimmen:

Reinigen des Defibrillators bei Corona und Covid-19 Bedingungen

Klicken Sie zur Vergrösserung auf die Graphik.

Eine vollständige Liste normaler Reinigungsanweisungen finden Sie in der Gebrauchsanleitung für Ihr Philips-Gerät (oben genannte Modelle).

Achtung:

Bitte stellen Sie die von Philips empfohlenen Listen der Reinigungs- und Desinfektionsmittel der Abteilung für Infektionskontrolle des Krankenhauses zur Verfügung. Informieren Sie die Leistungserbringer im Gesundheitswesen darüber, dass die Verwendung von Mitteln, die nicht auf den von Philips empfohlenen Listen stehen, den Kunststoff beschädigen, Risse entstehen lassen und einen Austausch des Geräts erforderlich machen können.

Referenzen:

World Health Organization (WHO). Infection prevention and control during health care when novel coronavirus (nCoV) infection is suspected: Interim Guideance (PDF)

Interim Clinical Guidance for Management of Patients with Confirmed Coronavirus Disease (COVID-19): Centers for Disease Control

rettungskette.ch und Defibrillatoren AED von Philips

Reavita AG, Betreiber von rettungskette.ch, ist der einzige, von Philips autorisierte Vertragspartner in der Schweiz und dies seit dem Jahr 2000.

Video: Demonstration eines Defibrillators in deutsch

Video wie Defibrillator nutzen

Ein deutscher Feuerwehrmann erklärt und demonstriert einem Journalisten den Laien-Defibrillator (Modell: “Philips Heartstart Frx)

Fazit des Feuerwehrmanns, eines medizinischen Laien: “Man kann nichts falsch machen”

Weitere Informationen

Wissenschafter: Coronavirus/COVID-19 greift offenbar das Herz an

Covid 19 kann zu Herzschädigung führen

Das Coronavirus Sars-CoV-2 greift offenbar auch das Herz an, wie mehrere Studien mit Daten von mehreren Tausend Patienten aus China und aus Italien nahelegen. Auch eine US-Studie besagt: “Insgesamt kann eine Verletzung des Herzmuskels bei jedem Patienten mit oder ohne Herzkrankheit auftreten, aber das Risiko ist bei denjenigen höher, die bereits eine Herzkrankheit haben.“

Mit der COVID-19-Erkrankung entsteht ein erhöhter Entzündungsstatus. Dieser kann häufig zu Herzerkrankungen führen. Das heisst, auch Menschen ohne Vorerkrankungen können eine direkte Schädigung des Herzens erleiden.

Die ersten Studien deuten an, dass das Virus direkt die Herzmuskelzellen schädigen kann, im Sinne einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Forscher um Riccardo Inciardi von der Universität Brescia thematisieren den Fall, einer gesunden 53-jährigen Frau, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. In der Kardiologie des Spitals zeigte sich, dass sie deutliche Anzeichen einer akuten Myokarditis zeigte. „Dieser Fall unterstreicht, dass das Herz als Komplikation von Covid-19 betroffen sein kann – und das selbst ohne klare Symptome und ohne eine Lungenentzündung“, berichten die Ärzte.

In einer aktuellen Arbeit („Potential Effects of Coronaviruses on the Cardiovascular System“) schreibt der Autor Mohammad Madjid von der McGovern Medical School an der University of Texas Health Science Centre, University of Texas: „Es ist wahrscheinlich, dass der Herzmuskel selbst in Abwesenheit einer vorhergehenden Herzerkrankung durch das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit beeinträchtigt wird.“

Aktuell heisst dies, dass dem kardiovaskulären Schutz während der Behandlung von COVID-19 besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Was Mediziner raten

Für Risikopatienten ist die konsequente Einnahme der ärztlich verordneten Medikamente ganz besonders wichtig. Bei Unsicherheit konsultieren Sie unbedingt telefonisch Ihren Hausarzt oder Ihren Kardiologen. Lassen Sie sich auch beraten zu einer Impfung gegen Grippe. Diese kann auch jetzt noch Sinn machen.

Falls Sie aktuell eine normale Grippe haben: Heilen Sie diese in jedem Falle richtig aus. Wie eine harmlose, normale Grippe zu unentdeckten, aber lebensbedrohlichen Herzschädigungen und Myokarditis (Herzmuskelentzündung) führen kann, zeigt rettungskette.ch in einem weiteren Beitrag auf.

TV-Beitrag zu COVID-19 und akuten Herzerkrankungen

Anschaulich erklären Mediziner den Zusammenhang COVID-19 und Herzerkrankungen in einem aktuellen, kurzen TV-Beitrag des deutschen Senders „NDR“. Dabei werden auch Arteriosklerose-Risiken in diesem Kontext angesprochen. „Wie sehr das Coronavirus dem Herzen langfristig schaden kann, wird man erst in einigen Monaten sehen“, so das Fazit.

Illustration: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Corona-Virus und Herzerkrankungen: Was Fachleute empfehlen

Grundsätzlich: Ein erhöhtes Risiko bei einer COVID-19-Erkrankung (Corona Virus) haben Menschen, die älter als 60 Jahre sind „und an chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden“, soviel scheint aktuell wissenschaftlich klar.

Bezüglich der Risiken für Kinder, Jugendliche und jüngeren Erwachsene hält die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK) fest: „Nach den aktuell vorliegenden Informationen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht besonders gefährdet. (…) Es ist augenblicklich auch nicht notwendig und wird von Seiten der DGPK auch nicht empfohlen, Ihr Kind allein aufgrund eines angeborenen Herzfehlers zu isolieren.“

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hält fest: “40% der mit COVID-19 infizierten Patienten im Krankenhaus würden an einer kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung leiden, berichten die Autoren des Schreibens um Prof. Mohammad Madjid, University of Texas in Houston. Fallberichten zufolge entwickelt etwa jeder fünfte hospitalisierte Patient ein akutes respiratorisches Distress-Syndrom, bei 16,7% kommt es zu einer Arrhythmie und bei 7,2% zu akuten Herzschädigungen und einige Patienten scheinen unveröffentlichten Berichten zufolge an einer Myokarditis zu erkranken.”

Das könnte heute und gefährliche Folgen haben und in der Zukunft, wenn die Corona-/Covid-19-Krise überstanden scheint.

  • Aktuell: “Der aktuelle Fokus auf die Symptome des Coronavirus-Infektion birgt die Gefahr, dass die klassischen Symptome eines Herzinfarktes übersehen werden”, so die DGK.
  • Nach der Krise: Wenn sich zeigen sollte, dass Corona-Erkrankte (oder “normale” Grippe-Erkrankte) ohne Diagnose oder ernste Erkrankung eine Myokarditis erlitten haben.

Es ist unter normalen Umständen gut möglich, dass Herz-Risikopatienten nicht wissen, dass sie Risiken haben, weil bei ihnen z.B. Myokarditis gar nie diagnostiziert wurde.

Grippeschutzimpfung gegen Herzinfarkt, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und Corona

Wer 2019/2020 Grippe hatte oder möglicherweise eine nicht diagnostizierte oder leichte Form von Covid-19, sollte sich entsprechend auf Myokarditis unteruchen lassen.

Denn auch eine harmlose Grippe kann in Herzmuskelentzündung (Myokarditis) resultieren – wenn man zu früh arbeiten geht oder den Sport wieder aufnimmt. Die Erkrankung bleibt leider oftmals unentdeckt. Aber eine Myokarditis kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und zum plötzlichen Herztod führen.

Wir haben die medizinischen Zusammenhänge zwischen Grippe und Herzrisiken zusammengefasst.

Für die Zukunft: Wegen versteckter Gefahren ist es generell wichtig für den Schutz von Herzpatienten, aber auch für Gesunde, dass diese mit Impfungen (Pneumokokken- und Influenzaimpfung), ihr Risiko für bakterielle Superinfektionen minimieren, hält die deutsche Gesellschaft für Kardiologie weiter fest.

(Photo by CDC on Unsplash)

NHL-Profi mit Defibrillator gerettet

Sportler Herzstillstand defibrillation

Der Eishockey-Star Jay Bouwmeester verdankt sein Leben einem Defibrillator. Dies melden US-Medien. Der 36-Jährige NHL-Profi war während eines Spiels auf der Mannschaftsbank zusammengebrochen, weil er eine „Herzattacke“ erlitten hatte. „Jay war nicht ansprechbar. Das medizinische Team musste einen Defibrillator verwenden, um ihn wiederzubeleben“, sagte Doug Armstrong, Team-Manager. Nach der Schockabgabe sei Bouwmeester sofort wieder zu sich gekommen.

Bouwmeester geht es nach neueren Informationen des Clubs wieder “gut” und er unterzieht sich mehreren Tests, um herauszufinden, was die Ursache für den Vorfall war. Armstrong fügte auch hinzu, dass die Prognosen „sehr positiv“ seien.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein NHL-Profi nach einem Herznotfall gerettet wurde. Am 10. März 2014 erlitt Rich Peverley einen Herzstilllstand und überlebte. Danach erhöhte die NHL die notfallmedizinischen Vorgaben von 2005 ein weiteres Mal, „was möglicherweise dazu beigetragen hat, dass Bouwmeester schnell und effektiv behandelt wurde“, so CTV-News.

Die Vorschriften besagen, dass beide Teams einen Defibrillator in der Nähe haben müssen. Zudem üben die medizinischen Teams der Clubs regelmässig die Reaktion auf schwere medizinische Notfälle, und alle Spieler werden gründlich auf Herzkrankheiten untersucht.

Fazit: Jeder kann Opfer werden

  1.  Jeder – auch ein durchtrainierter junger Profi-Sportler – kann Opfer eines Herzstillstands werden, und dies trotz regelmässigen medizinischen Untersuchungen / Check-Up.
  2. Der Defibrillator ist ein zentrales Glied jeder Rettungskette in jeder Firma und im öffentlichen Raum. Eine Herzdruckmassage kann genügen, um ein Leben zu retten. Aber nicht immer, wie die Rettung von Bouwmeesters Leben wieder einmal beweist.
  3. Schulung und Refresher-Kurse in Herzdruckmassage und dem Einsatz eines “automatischen externen Defibrillators” (AED) gehören zu einer Rettungskette bei Firmen und gehören zur Arbeitssicherheit.

Auf Empfehlung von Dr. med. Beat Villiger hat Reavita bereits im Jahr 2000 alle Schweizer Nationalliga A und B – Eishockey-Clubs mit Philips-Defibrillatoren ausgerüstet.

Reavita unterstützt über 4000 Schweizer Kunden (Sportclubs, Firmen, medizinische Organisationen und die öffentliche Hand) seit dem Jahr 2000 mit Notfallmedizin-Konzepten und Lösungen. Mit professionellen BLS-AED-Schulungen, Refresher-Kursen und bewährten, ausgewählten Defibrillatoren AED für Laien und medizinische Profis. “rettungskette.ch” ist die Online-Plattform für Laien. Die AED können online im Rettungsketten-Shop gekauft werden oder im Service-Mietmodell gemietet.

Medizinische Profis finden Lösungen bei reavita.ch

(Foto: Screenshot NHL, Live-Übertragung)

Wie lange die Ambulanz in der Schweiz benötigt im Notfall

Eintreffen von Ambulanz und Rettungsdienst in der Schweiz dauert lange

Herzstillstand fernab vom Spital ist ein häufiger, lebensbedrohlicher Notfall und wenn jemand zusammenbricht, muss sofort gehandelt werden. Jede Minute ohne Reanimation – Herzdruckmassage und Defibrillation – sinkt die Überlebenschance um 10%.

Damit stellt sich die Frage: Wie schnell trifft eine Ambulanz in der Schweiz ein? Die traurige Antwort: Oft reicht die Zeit nicht, der Rettungsdienst kommt zu spät.

Ein Beispiel, das dies illustriert, stammt aus der Stadt Zürich. Die Vorgabe für die Rettungsdienste wäre, immer innert 10 Minuten bei einem Opfer einzutreffen. Die nachfolgende Datenanalyse zeigt, dass die Ambulanzen die Vorgabe nicht immer einhalten kann.

Zudem: Bei Herzstillstand ist das Eintreffen einer Ambulanz nach 10 Minuten vermutlich zu spät, deshalb ist es zentral, dass Zeugen eines solchen Herznotfalls sofort eingreifen und handeln. Die grössten Überlebenschancen garantieren öffentlich zugängliche Defibrillator speziell für Laien.

“Wichtig ist, dass Helfer sofort reagieren und Wiederbelebungsmassnahmen einleiten. Mit AEDs ist es auch ohne Ersthelferkenntnisse möglich, Leben zu retten. Und man kann nichts falsch machen!“ (Univ. Prof. Dr. med. Wilhelm Haverkamp, Kommissarischer Klinikdirektor Charité-Universitätsmedizin Berlin)

Herznotfall: Neue Schweizer Strategie will bessere Überlebenschancen sichern

schweizer-strategie-herzkreislauf-stillstand

Alle Fachleute bezeichnen es als „deprimierend“: In der Schweiz erhält nicht jeder Betroffene die optimale Versorgung, um einen Herz-Kreislaufstillstand mit bestmöglicher Lebensqualität zu überleben. Im Gegenteil: In der Schweiz sind „die Überlebenschancen bei einer der häufigsten schwerwiegenden Notfallsituationen – dem ausserklinischen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand (OHCA) – anhaltend gering“, wie die Ärztegesellschaft FMH in einem Fachartikel bilanzierte.

16 Schweizer medizinischen Organisationen (u.a. Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin, Zahnärztegesellschaft, Rotes Kreuz, Herzstiftung und Rega) wollen dies endlich ändern. Sie haben die erste integrierende „Nationale Überlebensstrategie bei Kreislaufstillstand 2019“ verfasst. Diese formuliert messbare Ziele und grundsätzliche Massnahmen.

Massnahmen für bessere Überlebenschancen in der Schweiz

Handlungsbedarf besteht in allen Phasen der Rettungskette: Die Bevölkerung müsste besser sensibilisiert werden, mehr Passanten („Bystander“) geschult sein, und mehr Laien Defibrillatoren AED bereit stehen. Aber auch die Einsatzplanung von Ambulanzen bis hin zur systematischen Daten-Analyse durch Spitäler muss optimiert werden. Zudem ist die psychologische Nachbetreuung von Überlebenden, Angehörigen und Rettern ist in der Schweiz nicht gewährleistet.

Reavita, Betreiber von rettungskette.ch, bietet seit 2000 für alle ausserklinischen Bereiche konkrete Lösungen an.

Vor dem Kreislaufstillstand:

Während dem Notfall (Cardio Pulmonale Reanimation/Defibrillation)

  • Defibrillatoren AED mit integrierter Sprechverbindung zur Notfall-Zentrale zur Unterstützung der Ersthelfer: Detail-Informationen

Nach dem Herznotfall (Post-Reanimations-Versorgung)

  • Umgehende Datenauslese
  • Debriefing durch Ärzte oder Psychologen
  • herstellergeprüftes Verbrauchs- und Ersatzmaterial

Detail-Informationen zum einzigartigen After-Sales-Care-Konzept

Wir sind stolz, dass wir seit dem Jahr 2000 über 4000 Kunden – vom Kanton Tessin über die SUVA bis hin zum Fitnessclub oder der Baustelle – unterstützen können. Unsere Kunden und Partner tragen heute schon zur Zielerreichung der Strategie bei und dank ihnen werden regelmässig Leben gerettet.

Ziele der Nationalen Überlebensstrategie

Tritt der Notfall ausserhalb der Klinik ein, so haben sich die Autoren ambitionierte Ziele gesetzt. Eine Auswahl:

  • 90% Reanimation durch Ersthelfer in weniger als 3 Minuten beim beobachtetem Herzkreislauf-Stillstand
  • 50% der Bevölkerung sind in BLS-AED ausgebildet
  • bei Kreislaufstillstand kommt nötigenfalls zu 90% innerhalb von 5 Minuten ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Anwendung
  • Mitarbeitende von 144 können Ersthelfer vor Ort standardisiert und strukturiert zum Einsatz von AED anleiten (T-CPR)
  • 90% der Bystander eines Kreislaufstillstandes setzen einen AED ein (Gerät vorhanden und keine Angst vor dem Einsatz)

Die 2019 publizierte Strategie samt Zielen, Massnahmen und nötigen Partnern auch im klinischen Bereich findet sich online (PDF). Die Vision des Swiss Resuscitation Council (SRC) und Reavita (Betreiber von rettungskette.ch): „Wir gehen davon aus, dass es möglich ist, Prävention und Überlebenswahrscheinlichkeiten zu verbessern.”

Wenn Sie Massnahmen ergreifen wollen: Kontaktieren Sie uns

(Grafik: Undraw, Katerina Limpitsouni)

Aufgepasst: Jetzt ist Saison für Herzmuskelentzündung

Die Entzündung des Herzmuskels ist eine Ursache für den Herztod nach einem Herzstilland. Bei Sportlern ist Herzmuskelentzündung – Myokarditis – sogar Ursache Nummer 2 für einen plötzlichen Herztod.

Ursache und Symptome der Herzmuskelentzündung

Die Entzündung des Herzmuskels ist die Folge einer Infektion des Muskels durch einen Virus. Weitere mögliche Ursachen sind Bakterien, Parasiten oder Pilze.

Unbekannt war , dass auch ein spezielles Darmbakterium, das viele Menschen haben, Myokarditis mitauslösen kann. Dies zeigt eine mehrjährige Studie von St. Galler Forschern, die 2019 im renommierten US-Fachmagazin “Science” publiziert wurde, wie das “St. Galler Tagblatt” berichtet.

Myokarditis wiederum kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und zum plötzlichen Herztod führen.

Symptome von Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündung sind:

  • grosse Mühe beim Treppensteigen
  • schwer Atmen auch bei geringer Belastung
  • allgemeine Schwäche
  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen.

Herzinfarkt oder Myokarditis lauten dann mögliche Diagnosen des Arztes. Aber viele Herzmuskelentzündungen bemerkt der Erkrankte nicht, weil es keine Symptome gibt, oder man bemerkt sie erst zu spät.

Monate November bis März sind gefährlich

Es ist in der Medizin bekannt, dass Myokarditis oft zwischen November und März auftaucht, denn es ist die Grippe- und Erkältungssaison.

Wer eine Grippe oder schwere Erkältung (Influenza) nicht richtig ausheilt, der riskiert eine Herzmuskelentzündung. In dieser Phase ist Sport und andere körperliche Belastung sehr gefährlich: Eine nicht vollständig ausgeheilte Myokarditis kann zu einer lebenslangen, chronischen Herzschädigung führen, die leider oft unerkannt bleibt. So erliegen selbst regelmässig medizinisch kontrollierte Spitzensportler und Junge einem Herzstillstand. Oder sie haben Glück wie der holländische Fussball-Nationalspieler Daley Blind, bei dem die Herzmuskelentzündung überraschend entdeckt wurde. Man implantierte ihm einen Defibrillator, wie “SRF” berichtet.

Gerade Läufer (Triathlon oder Jogging) mit unerkannter Myokarditis sind von den lebensbedrohlichen Risiken betroffen, so Fachleute. Aber auch Hobbyfussballer sind mögliche Opfer.

Was man bei Herzmuskelentzündung (Myokarditis) tun kann

“Jedes Jahr sterben in der Schweiz mehrere hundert Menschen an der Influenza und ihren Komplikationen”, schrieb ein Arzt in der “Luzerner Zeitung”.

Wer die Grippe/Erkältung richtig ausheilen lässt und nicht zu früh mit Arbeiten und Sport beginnt, minimiert die Risiken. Wer oben genannte Symptome zeigt, sollte zum Arzt. Ebenso alle, die früher nach einer Erkrankung dazu neigten, sofort wieder mit dem Training zu beginnen. Sie haben vielleicht eine Schädigung erlitten, ohne es zu bemerken.

Wichtig sind eine umfassende kardiologische Untersuchung mit der Krankengeschichte (EKG, Herzultraschall (Echokardiographie); auch Blutuntersuchungen gehören zu einer Diagnose.  Manchmal genügt in der Folge körperliche Schonung, je nach Diagnose sind auch Medikamente nötig. Früh entdeckt und richtig therapiert hat ein Patient mit Herzmuskelentzündung gute Chancen, dass die Krankheit ohne Folgen ausheilt.

Aber ist Schädigung unerkannt und steht tatsächlich plötzlich das Herz still, dann drohen innert weniger Minuten Hirnschäden und Tod. Und oft kommen Ambulanzen in der Schweiz zu spät, genau deswegen müssen Laien dieses Leben retten. Die Chancen stehen gut, wenn z.B. Bürokollegen Basic-Life-Support-Schulung (“Herzmassage”) und einen Laien-Defibrillator (AED) haben. Beides sind die Schlüsselelemente der gültigen Schweizer Rettungskette.

Foto: “2009-10-18 10-23-14 AM_0064” by Warren Long is licensed under CC BY 2.0

Gemeindefeuerwehr rettet erneut einen Einwohner

Defibrillator AED im Einsatz durch Feuerwehr und First Responder

Ein Vertreter einer Feuerwehr hat Klebe-Elektroden (sog. „Pads“) bei Reavita, Betreiber des Portals Rettungskette.ch, persönlich abgeholt. Dabei wurde klar, dass ein AED HeartStart FR3 seiner Gemeindefeuerwehr eingesetzt werden musste.

Ebenfalls klar wurde, dass seine Kollegen und er erneut einen Einwohner dieser Solothurner Gemeinde vor dem Tod durch Herzstillstand retten konnte. Wir freuen uns sehr über solche Meldungen!

Für Feuerwehr, Industriebetriebe …

Der HeartStart FR3 von Philips eignet sich optimal für First Responder wie die Feuerwehr und andere geschulte Ersthelfer: Er ist klein, robust, schaltet sich automatisch ein und bietet speziellen Schutz gegen Staub und Wasser. Er ist zudem mehrsprachig konfigurierbar.

Das Modell ist je nach Bedürfnis mit oder ohne EKG-Anzeige erhältlich. Neben Feuerwehr oder Polizei ist der FR3 speziell geeignet für die Arztpraxis (Ergometrie, Notfalldienst), Flugzeug oder Fabriken u.a.m.

Garantie/Service und Details zum HeartStart FR3

In der Schweiz ist er mit 5 Jahre Hersteller-Garantie nur bei uns erhältlich (infolge Kauf beim einzigen offiziellen Philips-Partner). Dies im Shop zum Kauf und optional mit Wartung verfügbar. Details zu diesem speziellen AED finden Sie in unserem sicheren Schweizer Online-Shop

(Foto “DSC00023” by gnm2010 is licensed under CC BY-ND 2.0)