Wissenschafter: Coronavirus/COVID-19 greift offenbar das Herz an

Covid 19 kann zu Herzschädigung führen

Das Coronavirus Sars-CoV-2 greift offenbar auch das Herz an, wie mehrere Studien mit Daten von mehreren Tausend Patienten aus China und aus Italien nahelegen. Auch eine US-Studie besagt: “Insgesamt kann eine Verletzung des Herzmuskels bei jedem Patienten mit oder ohne Herzkrankheit auftreten, aber das Risiko ist bei denjenigen höher, die bereits eine Herzkrankheit haben.“

Mit der COVID-19-Erkrankung entsteht ein erhöhter Entzündungsstatus. Dieser kann häufig zu Herzerkrankungen führen. Das heisst, auch Menschen ohne Vorerkrankungen können eine direkte Schädigung des Herzens erleiden.

Die ersten Studien deuten an, dass das Virus direkt die Herzmuskelzellen schädigen kann, im Sinne einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Forscher um Riccardo Inciardi von der Universität Brescia thematisieren den Fall, einer gesunden 53-jährigen Frau, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. In der Kardiologie des Spitals zeigte sich, dass sie deutliche Anzeichen einer akuten Myokarditis zeigte. „Dieser Fall unterstreicht, dass das Herz als Komplikation von Covid-19 betroffen sein kann – und das selbst ohne klare Symptome und ohne eine Lungenentzündung“, berichten die Ärzte.

In einer aktuellen Arbeit („Potential Effects of Coronaviruses on the Cardiovascular System“) schreibt der Autor Mohammad Madjid von der McGovern Medical School an der University of Texas Health Science Centre, University of Texas: „Es ist wahrscheinlich, dass der Herzmuskel selbst in Abwesenheit einer vorhergehenden Herzerkrankung durch das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit beeinträchtigt wird.“

Aktuell heisst dies, dass dem kardiovaskulären Schutz während der Behandlung von COVID-19 besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Was Mediziner raten

Für Risikopatienten ist die konsequente Einnahme der ärztlich verordneten Medikamente ganz besonders wichtig. Bei Unsicherheit konsultieren Sie unbedingt telefonisch Ihren Hausarzt oder Ihren Kardiologen. Lassen Sie sich auch beraten zu einer Impfung gegen Grippe. Diese kann auch jetzt noch Sinn machen.

Falls Sie aktuell eine normale Grippe haben: Heilen Sie diese in jedem Falle richtig aus. Wie eine harmlose, normale Grippe zu unentdeckten, aber lebensbedrohlichen Herzschädigungen und Myokarditis (Herzmuskelentzündung) führen kann, zeigt rettungskette.ch in einem weiteren Beitrag auf.

TV-Beitrag zu COVID-19 und akuten Herzerkrankungen

Anschaulich erklären Mediziner den Zusammenhang COVID-19 und Herzerkrankungen in einem aktuellen, kurzen TV-Beitrag des deutschen Senders „NDR“. Dabei werden auch Arteriosklerose-Risiken in diesem Kontext angesprochen. „Wie sehr das Coronavirus dem Herzen langfristig schaden kann, wird man erst in einigen Monaten sehen“, so das Fazit.

Illustration: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Corona-Virus und Herzerkrankungen: Was Fachleute empfehlen

Grundsätzlich: Ein erhöhtes Risiko bei einer COVID-19-Erkrankung (Corona Virus) haben Menschen, die älter als 60 Jahre sind „und an chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden“, soviel scheint aktuell wissenschaftlich klar.

Bezüglich der Risiken für Kinder, Jugendliche und jüngeren Erwachsene hält die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK) fest: „Nach den aktuell vorliegenden Informationen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht besonders gefährdet. (…) Es ist augenblicklich auch nicht notwendig und wird von Seiten der DGPK auch nicht empfohlen, Ihr Kind allein aufgrund eines angeborenen Herzfehlers zu isolieren.“

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hält fest: “40% der mit COVID-19 infizierten Patienten im Krankenhaus würden an einer kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung leiden, berichten die Autoren des Schreibens um Prof. Mohammad Madjid, University of Texas in Houston. Fallberichten zufolge entwickelt etwa jeder fünfte hospitalisierte Patient ein akutes respiratorisches Distress-Syndrom, bei 16,7% kommt es zu einer Arrhythmie und bei 7,2% zu akuten Herzschädigungen und einige Patienten scheinen unveröffentlichten Berichten zufolge an einer Myokarditis zu erkranken.”

Das könnte heute und gefährliche Folgen haben und in der Zukunft, wenn die Corona-/Covid-19-Krise überstanden scheint.

  • Aktuell: “Der aktuelle Fokus auf die Symptome des Coronavirus-Infektion birgt die Gefahr, dass die klassischen Symptome eines Herzinfarktes übersehen werden”, so die DGK.
  • Nach der Krise: Wenn sich zeigen sollte, dass Corona-Erkrankte (oder “normale” Grippe-Erkrankte) ohne Diagnose oder ernste Erkrankung eine Myokarditis erlitten haben.

Es ist unter normalen Umständen gut möglich, dass Herz-Risikopatienten nicht wissen, dass sie Risiken haben, weil bei ihnen z.B. Myokarditis gar nie diagnostiziert wurde.

Grippeschutzimpfung gegen Herzinfarkt, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und Corona

Wer 2019/2020 Grippe hatte oder möglicherweise eine nicht diagnostizierte oder leichte Form von Covid-19, sollte sich entsprechend auf Myokarditis unteruchen lassen.

Denn auch eine harmlose Grippe kann in Herzmuskelentzündung (Myokarditis) resultieren – wenn man zu früh arbeiten geht oder den Sport wieder aufnimmt. Die Erkrankung bleibt leider oftmals unentdeckt. Aber eine Myokarditis kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und zum plötzlichen Herztod führen.

Wir haben die medizinischen Zusammenhänge zwischen Grippe und Herzrisiken zusammengefasst.

Für die Zukunft: Wegen versteckter Gefahren ist es generell wichtig für den Schutz von Herzpatienten, aber auch für Gesunde, dass diese mit Impfungen (Pneumokokken- und Influenzaimpfung), ihr Risiko für bakterielle Superinfektionen minimieren, hält die deutsche Gesellschaft für Kardiologie weiter fest.

(Photo by CDC on Unsplash)

NHL-Profi mit Defibrillator gerettet

Sportler Herzstillstand defibrillation

Der Eishockey-Star Jay Bouwmeester verdankt sein Leben einem Defibrillator. Dies melden US-Medien. Der 36-Jährige NHL-Profi war während eines Spiels auf der Mannschaftsbank zusammengebrochen, weil er eine „Herzattacke“ erlitten hatte. „Jay war nicht ansprechbar. Das medizinische Team musste einen Defibrillator verwenden, um ihn wiederzubeleben“, sagte Doug Armstrong, Team-Manager. Nach der Schockabgabe sei Bouwmeester sofort wieder zu sich gekommen.

Bouwmeester geht es nach neueren Informationen des Clubs wieder “gut” und er unterzieht sich mehreren Tests, um herauszufinden, was die Ursache für den Vorfall war. Armstrong fügte auch hinzu, dass die Prognosen „sehr positiv“ seien.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein NHL-Profi nach einem Herznotfall gerettet wurde. Am 10. März 2014 erlitt Rich Peverley einen Herzstilllstand und überlebte. Danach erhöhte die NHL die notfallmedizinischen Vorgaben von 2005 ein weiteres Mal, „was möglicherweise dazu beigetragen hat, dass Bouwmeester schnell und effektiv behandelt wurde“, so CTV-News.

Die Vorschriften besagen, dass beide Teams einen Defibrillator in der Nähe haben müssen. Zudem üben die medizinischen Teams der Clubs regelmässig die Reaktion auf schwere medizinische Notfälle, und alle Spieler werden gründlich auf Herzkrankheiten untersucht.

Fazit: Jeder kann Opfer werden

  1.  Jeder – auch ein durchtrainierter junger Profi-Sportler – kann Opfer eines Herzstillstands werden, und dies trotz regelmässigen medizinischen Untersuchungen / Check-Up.
  2. Der Defibrillator ist ein zentrales Glied jeder Rettungskette in jeder Firma und im öffentlichen Raum. Eine Herzdruckmassage kann genügen, um ein Leben zu retten. Aber nicht immer, wie die Rettung von Bouwmeesters Leben wieder einmal beweist.
  3. Schulung und Refresher-Kurse in Herzdruckmassage und dem Einsatz eines “automatischen externen Defibrillators” (AED) gehören zu einer Rettungskette bei Firmen und gehören zur Arbeitssicherheit.

Auf Empfehlung von Dr. med. Beat Villiger hat Reavita bereits im Jahr 2000 alle Schweizer Nationalliga A und B – Eishockey-Clubs mit Philips-Defibrillatoren ausgerüstet.

Reavita unterstützt über 4000 Schweizer Kunden (Sportclubs, Firmen, medizinische Organisationen und die öffentliche Hand) seit dem Jahr 2000 mit Notfallmedizin-Konzepten und Lösungen. Mit professionellen BLS-AED-Schulungen, Refresher-Kursen und bewährten, ausgewählten Defibrillatoren AED für Laien und medizinische Profis. “rettungskette.ch” ist die Online-Plattform für Laien. Die AED können online im Rettungsketten-Shop gekauft werden oder im Service-Mietmodell gemietet.

Medizinische Profis finden Lösungen bei reavita.ch

(Foto: Screenshot NHL, Live-Übertragung)

Wie lange die Ambulanz in der Schweiz benötigt im Notfall

Eintreffen von Ambulanz und Rettungsdienst in der Schweiz dauert lange

Herzstillstand fernab vom Spital ist ein häufiger, lebensbedrohlicher Notfall und wenn jemand zusammenbricht, muss sofort gehandelt werden. Jede Minute ohne Reanimation – Herzdruckmassage und Defibrillation – sinkt die Überlebenschance um 10%.

Damit stellt sich die Frage: Wie schnell trifft eine Ambulanz in der Schweiz ein? Die traurige Antwort: Oft reicht die Zeit nicht, der Rettungsdienst kommt zu spät.

Ein Beispiel, das dies illustriert, stammt aus der Stadt Zürich. Die Vorgabe für die Rettungsdienste wäre, immer innert 10 Minuten bei einem Opfer einzutreffen. Die nachfolgende Datenanalyse zeigt, dass die Ambulanzen die Vorgabe nicht immer einhalten kann.

Zudem: Bei Herzstillstand ist das Eintreffen einer Ambulanz nach 10 Minuten vermutlich zu spät, deshalb ist es zentral, dass Zeugen eines solchen Herznotfalls sofort eingreifen und handeln. Die grössten Überlebenschancen garantieren öffentlich zugängliche Defibrillator speziell für Laien.

“Wichtig ist, dass Helfer sofort reagieren und Wiederbelebungsmassnahmen einleiten. Mit AEDs ist es auch ohne Ersthelferkenntnisse möglich, Leben zu retten. Und man kann nichts falsch machen!“ (Univ. Prof. Dr. med. Wilhelm Haverkamp, Kommissarischer Klinikdirektor Charité-Universitätsmedizin Berlin)

Herznotfall: Neue Schweizer Strategie will bessere Überlebenschancen sichern

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Alle Fachleute bezeichnen es als „deprimierend“: In der Schweiz erhält nicht jeder Betroffene die optimale Versorgung, um einen Herz-Kreislaufstillstand mit bestmöglicher Lebensqualität zu überleben. Im Gegenteil: In der Schweiz sind „die Überlebenschancen bei einer der häufigsten schwerwiegenden Notfallsituationen – dem ausserklinischen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand (OHCA) – anhaltend gering“, wie die Ärztegesellschaft FMH in einem Fachartikel bilanzierte.

16 Schweizer medizinischen Organisationen (u.a. Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin, Zahnärztegesellschaft, Rotes Kreuz, Herzstiftung und Rega) wollen dies endlich ändern. Sie haben die erste integrierende „Nationale Überlebensstrategie bei Kreislaufstillstand 2019“ verfasst. Diese formuliert messbare Ziele und grundsätzliche Massnahmen.

Massnahmen für bessere Überlebenschancen in der Schweiz

Handlungsbedarf besteht in allen Phasen der Rettungskette: Die Bevölkerung müsste besser sensibilisiert werden, mehr Passanten („Bystander“) geschult sein, und mehr Laien Defibrillatoren AED bereit stehen. Aber auch die Einsatzplanung von Ambulanzen bis hin zur systematischen Daten-Analyse durch Spitäler muss optimiert werden. Zudem ist die psychologische Nachbetreuung von Überlebenden, Angehörigen und Rettern ist in der Schweiz nicht gewährleistet.

Reavita, Betreiber von rettungskette.ch, bietet seit 2000 für alle ausserklinischen Bereiche konkrete Lösungen an.

Vor dem Kreislaufstillstand:

Während dem Notfall (Cardio Pulmonale Reanimation/Defibrillation)

  • Defibrillatoren AED mit integrierter Sprechverbindung zur Notfall-Zentrale zur Unterstützung der Ersthelfer: Detail-Informationen

Nach dem Herznotfall (Post-Reanimations-Versorgung)

  • Umgehende Datenauslese
  • Debriefing durch Ärzte oder Psychologen
  • herstellergeprüftes Verbrauchs- und Ersatzmaterial

Detail-Informationen zum einzigartigen After-Sales-Care-Konzept

Wir sind stolz, dass wir seit dem Jahr 2000 über 4000 Kunden – vom Kanton Tessin über die SUVA bis hin zum Fitnessclub oder der Baustelle – unterstützen können. Unsere Kunden und Partner tragen heute schon zur Zielerreichung der Strategie bei und dank ihnen werden regelmässig Leben gerettet.

Ziele der Nationalen Überlebensstrategie

Tritt der Notfall ausserhalb der Klinik ein, so haben sich die Autoren ambitionierte Ziele gesetzt. Eine Auswahl:

  • 90% Reanimation durch Ersthelfer in weniger als 3 Minuten beim beobachtetem Herzkreislauf-Stillstand
  • 50% der Bevölkerung sind in BLS-AED ausgebildet
  • bei Kreislaufstillstand kommt nötigenfalls zu 90% innerhalb von 5 Minuten ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Anwendung
  • Mitarbeitende von 144 können Ersthelfer vor Ort standardisiert und strukturiert zum Einsatz von AED anleiten (T-CPR)
  • 90% der Bystander eines Kreislaufstillstandes setzen einen AED ein (Gerät vorhanden und keine Angst vor dem Einsatz)

Die 2019 publizierte Strategie samt Zielen, Massnahmen und nötigen Partnern auch im klinischen Bereich findet sich online (PDF). Die Vision des Swiss Resuscitation Council (SRC) und Reavita (Betreiber von rettungskette.ch): „Wir gehen davon aus, dass es möglich ist, Prävention und Überlebenswahrscheinlichkeiten zu verbessern.”

Wenn Sie Massnahmen ergreifen wollen: Kontaktieren Sie uns

(Grafik: Undraw, Katerina Limpitsouni)

Aufgepasst: Jetzt ist Saison für Herzmuskelentzündung

Die Entzündung des Herzmuskels ist eine Ursache für den Herztod nach einem Herzstilland. Bei Sportlern ist Herzmuskelentzündung – Myokarditis – sogar Ursache Nummer 2 für einen plötzlichen Herztod.

Ursache und Symptome der Herzmuskelentzündung

Die Entzündung des Herzmuskels ist die Folge einer Infektion des Muskels durch einen Virus. Weitere mögliche Ursachen sind Bakterien, Parasiten oder Pilze.

Unbekannt war , dass auch ein spezielles Darmbakterium, das viele Menschen haben, Myokarditis mitauslösen kann. Dies zeigt eine mehrjährige Studie von St. Galler Forschern, die 2019 im renommierten US-Fachmagazin “Science” publiziert wurde, wie das “St. Galler Tagblatt” berichtet.

Myokarditis wiederum kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und zum plötzlichen Herztod führen.

Symptome von Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündung sind:

  • grosse Mühe beim Treppensteigen
  • schwer Atmen auch bei geringer Belastung
  • allgemeine Schwäche
  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen.

Herzinfarkt oder Myokarditis lauten dann mögliche Diagnosen des Arztes. Aber viele Herzmuskelentzündungen bemerkt der Erkrankte nicht, weil es keine Symptome gibt, oder man bemerkt sie erst zu spät.

Monate November bis März sind gefährlich

Es ist in der Medizin bekannt, dass Myokarditis oft zwischen November und März auftaucht, denn es ist die Grippe- und Erkältungssaison.

Wer eine Grippe oder schwere Erkältung (Influenza) nicht richtig ausheilt, der riskiert eine Herzmuskelentzündung. In dieser Phase ist Sport und andere körperliche Belastung sehr gefährlich: Eine nicht vollständig ausgeheilte Myokarditis kann zu einer lebenslangen, chronischen Herzschädigung führen, die leider oft unerkannt bleibt. So erliegen selbst regelmässig medizinisch kontrollierte Spitzensportler und Junge einem Herzstillstand. Oder sie haben Glück wie der holländische Fussball-Nationalspieler Daley Blind, bei dem die Herzmuskelentzündung überraschend entdeckt wurde. Man implantierte ihm einen Defibrillator, wie “SRF” berichtet.

Gerade Läufer (Triathlon oder Jogging) mit unerkannter Myokarditis sind von den lebensbedrohlichen Risiken betroffen, so Fachleute. Aber auch Hobbyfussballer sind mögliche Opfer.

Was man bei Herzmuskelentzündung (Myokarditis) tun kann

“Jedes Jahr sterben in der Schweiz mehrere hundert Menschen an der Influenza und ihren Komplikationen”, schrieb ein Arzt in der “Luzerner Zeitung”.

Wer die Grippe/Erkältung richtig ausheilen lässt und nicht zu früh mit Arbeiten und Sport beginnt, minimiert die Risiken. Wer oben genannte Symptome zeigt, sollte zum Arzt. Ebenso alle, die früher nach einer Erkrankung dazu neigten, sofort wieder mit dem Training zu beginnen. Sie haben vielleicht eine Schädigung erlitten, ohne es zu bemerken.

Wichtig sind eine umfassende kardiologische Untersuchung mit der Krankengeschichte (EKG, Herzultraschall (Echokardiographie); auch Blutuntersuchungen gehören zu einer Diagnose.  Manchmal genügt in der Folge körperliche Schonung, je nach Diagnose sind auch Medikamente nötig. Früh entdeckt und richtig therapiert hat ein Patient mit Herzmuskelentzündung gute Chancen, dass die Krankheit ohne Folgen ausheilt.

Aber ist Schädigung unerkannt und steht tatsächlich plötzlich das Herz still, dann drohen innert weniger Minuten Hirnschäden und Tod. Und oft kommen Ambulanzen in der Schweiz zu spät, genau deswegen müssen Laien dieses Leben retten. Die Chancen stehen gut, wenn z.B. Bürokollegen Basic-Life-Support-Schulung (“Herzmassage”) und einen Laien-Defibrillator (AED) haben. Beides sind die Schlüsselelemente der gültigen Schweizer Rettungskette.

Foto: “2009-10-18 10-23-14 AM_0064” by Warren Long is licensed under CC BY 2.0

Gemeindefeuerwehr rettet erneut einen Einwohner

Defibrillator AED im Einsatz durch Feuerwehr und First Responder

Ein Vertreter einer Feuerwehr hat Klebe-Elektroden (sog. „Pads“) bei Reavita, Betreiber des Portals Rettungskette.ch, persönlich abgeholt. Dabei wurde klar, dass ein AED HeartStart FR3 seiner Gemeindefeuerwehr eingesetzt werden musste.

Ebenfalls klar wurde, dass seine Kollegen und er erneut einen Einwohner dieser Solothurner Gemeinde vor dem Tod durch Herzstillstand retten konnte. Wir freuen uns sehr über solche Meldungen!

Für Feuerwehr, Industriebetriebe …

Der HeartStart FR3 von Philips eignet sich optimal für First Responder wie die Feuerwehr und andere geschulte Ersthelfer: Er ist klein, robust, schaltet sich automatisch ein und bietet speziellen Schutz gegen Staub und Wasser. Er ist zudem mehrsprachig konfigurierbar.

Das Modell ist je nach Bedürfnis mit oder ohne EKG-Anzeige erhältlich. Neben Feuerwehr oder Polizei ist der FR3 speziell geeignet für die Arztpraxis (Ergometrie, Notfalldienst), Flugzeug oder Fabriken u.a.m.

Garantie/Service und Details zum HeartStart FR3

In der Schweiz ist er mit 5 Jahre Hersteller-Garantie nur bei uns erhältlich (infolge Kauf beim einzigen offiziellen Philips-Partner). Dies im Shop zum Kauf und optional mit Wartung verfügbar. Details zu diesem speziellen AED finden Sie in unserem sicheren Schweizer Online-Shop

(Foto “DSC00023” by gnm2010 is licensed under CC BY-ND 2.0)

Bevor Sie einen Defibrillator kaufen: Was zu beachten ist

Evaluation Laien Defibrillator Checkliste

Eine Checkliste hilft Ihnen bei der Entscheidung, welcher Defibrillator für Laien für Sie, Ihre Organisation, Ihre Kommune sinnvoll ist.

Definition Defibrillator AED:

Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) ist ein medizinisches Gerät. Es wird auch Laien Defibrillator genannt. Mit dem Gerät kann man defibrillierbare Herzrhythmusstörungen behandeln, indem der Ersthelfer Stromstösse abgibt.

Ihr Notfall- und Rettungskonzept:

Sind die optimale Anzahl AED, das passende Modell und deren Standorte klar? Ebenso Wartung, Überprüfung der Einsatzbereitschaft und Verantwortlichkeiten? Oder benötigen Sie mehr Informationen bzw. externe Unterstützung?

Geplante Standorte für Defibrillatoren:

Muss der Laie den Defibrillator nur im Innenraum oder auch im Outdoor-Bereich anwenden können?

Spezielle Umgebungseinflüsse:

Gilt es Spritzwasser, Staub oder Lärm zu beachten? Dann sollte Ihr AED Schutzart IP55 nachweisen (internationale Norm analog ISO und DIN EN).

Wer sind die Ersthelfer?

  • Welche Sprachen sprechen sie? (für mündliche Anweisungen durch das Gerät)
  • Haben die Ersthelfer Schulungsbedarf?
  • Wie unterstützt das Gerät den Ersthelfer: Sprachlich, visuell oder via live-Gespräch mit der Notfallzentrale (144)?

Wer sind Patienten?

Gefährdet sind Erwachsene allen Alters, aber auch Kinder. So können Kinderschlüssel und Kinderelektroden wichtig sein (aus medizinischer Sicht wie bei Folgekosten).

Zulassung/Richtlinienkonformität in der Schweiz:

  • Ist der Defibrillator konform mit den Vorschriften für Medizinprodukte in der Schweiz (MDR / swissmedic)?
  • Sind die Richtlinien zur Wiederbelebung des Swiss Resuscitation Councils (SRC) im Gerät umgesetzt?
  • Einsatz in Bahn/Flugzeug/Schiff: Ist das Gerät dafür in der Schweiz zugelassen?

Fakten zur Anwendung des Defibrillators:

Die Betriebsanleitung/Bedienungs-Anleitung des Herstellers ist die beste Informationsquelle: Sie ist integraler und verbindlicher Bestandteil des Defibrillators als medizintechnisches Gerät. Neben dem Preis müssen Sie wissen:

  • Darf das Gerät ohne Kenntnisse der Bedienungsanleitung eingesetzt werden?
  • Darf es von jedem Laien ohne Schulung sicher eingesetzt werden, also auch im Zweifelsfall?
  • Darf es bei Herzschrittmachern eingesetzt werden?
  • Darf es bei feuchtem oder leitendem Grund (nasser Rasen, Schnee, Metall…) eingesetzt werden?

Aufbewahrungsort:

  • Ist ein robuster Wandkasten nötig? Ein schönes Design? Ein Diebstahlalarm? Eine Heizung? Signalisationsschilder?

Einsatzbereitschaft und Wartung:

  • Wird die Einsatzbereitschaft des AED gemäss Angaben in der Bedienungsanleitung überprüft (Batterie, Akku, Klebeelektroden)?
  • Wie: Selbsttest des Geräts, Sichtkontrolle, Remote-Monitoring?
  • Durch wen? Eigene Mitarbeitende oder AED-Verkäufer (Service-Wartung)?
  • Ist Original-Ersatzmaterial in kurzer Zeit verfügbar (wie Batterien und Elektroden)?

Garantie/Service/After Sales Care in der Schweiz:

  • Ist der Verkäufer autorisierter Schweizer Partner des Herstellers oder woher stammt das Gerät?
  • Gibt es eine mehrjährige Garantie?
  • Wer übernimmt Garantieleistungen in der Schweiz (Hersteller-Garantie ist nur beim Kauf vom autorisierten CH-Partner gültig)?
  • Erhalten Sie ein Leih- oder Ersatzgerät falls nötig?
  • Erhalten Sie in der Schweiz rasch Software-Updates und Optimierungen?
  • Wer liest aus dem AED die Notfall-Daten nach einem Einsatz Datenschutz-gerecht aus?

Schulung der Ersthelfer:

  • Sind die Ersthelfer in CPR und der Handhabung des AED eingewiesen und werden sie laufend weitergebildet (empfehlenswert)?
  • Wer macht praxisnahe Reanimationskurse (BLS-CPR-AED)?
  • Sind richtige Trainingsgeräte verfügbar?

Defibrillator kaufen oder mieten?

Je nach Notfallkonzept und Situation bietet sich das Mieten der Geräte inklusive Service oder der Kauf an.

Weitere Informationen zu Laien Defibrillatoren:

Gut zu wissen:

Jede in der Checkliste genannte Anforderung kann Reavita, Betreiber von rettungskette.ch, erfüllen. Wir haben die Experten, die Autorisierung, ausgewählte Laien Defibrillatoren samt Zubehör, Garantie und Service, und 20 Jahre Erfahrung.

Kontaktieren Sie uns jetzt per Live-Chat, Telefon 044 466 80 66 oder E-Mail für eine unverbindliche, kostenlose Beratung.

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Retter eines Kollegen vor dem Herztod erhält Preis

HELP Preis Schweizer Herzstiftung für einen Retter

“An seinem zweiten Arbeitstag an der Universität Bern liegt ein Arbeitskollege regungslos am Boden. Damian Nydegger reagiert schnell und beginnt mit der Wiederbelebung. Ohne ihn hätte der junge Mann den Herz-Kreislauf-Stillstand nicht überlebt. Für seinen beherzten Einsatz erhält Damian Nydegger heute mit vier anderen Retterinnen und Rettern in Bern die HELP-Auszeichnung 2019 der Schweizerischen Herzstiftung.”

Dies meldet die Herzstiftung in ihrer aktuellen Medienmitteilung. Auch Reavita, Anbieter der Plattform rettungskette.ch, gratuliert herzlich!

Wie Sie sich auf Herz-Kreislauf-Stillstand vorbereiten können

Die Schweizerische Herzstiftung hat das Wichtigste zum Verhalten beim Notfall zusammengestellt: Informieren Sie sich, wie Sie ein Leben retten.

Bereiten Sie sich vor, um ein Leben zu retten, wenn es nötig wird:

 

 

Dank Apotheke in Zürcher Bahnhof vor Herztod gerettet

Defibrillator in Schweizer Apotheke beim Bahnhof rettet vor Herztod

Ein Bahnreisender stürzt in eine Bahnhofsapotheke und ruft um Hilfe: Ein älterer Mensch sei plötzlich zusammengebrochen. Herzstillstand, so erwies es sich in der Folge. Um dessen Leben zu retten, musste der Defibrillator eingesetzt werden.

Der Einsatz des Philips HeartStart HS1 war erfreulicherweise erfolgreich, meldet die Apotheke, ein Kunde von Reavita (Anbieter von rettungskette.ch).

Belebte Plätze wie Bahnhöfe gehören zu den „Hot Spots“ für Herzstillstand und entsprechend für die Wiederbelebung. Leider sind in der Schweiz noch längst nicht alle zentralen Orte mit öffentlichen Defibrillatoren ausgestattet worden.

Apotheken bieten sich speziell als Standorte zu Geschäftszeiten an, weil Passanten bei einem Notfall regelmässig in Apotheken Hilfe suchen.

Viele Schweizer Apotheken haben sich bei Reavita mit Defibrillatoren ausgerüstet. Insbesondere den Philips Heartstart HS1, der weltweit meist verbreitete AED, erachten Apotheken als ideal. Reavita ist der einzige vom Hersteller autorisierte Schweizer Vertragspartner und kann deshalb Service, Wartung und Garantieleistungen in der Schweiz bieten.