Erste Hilfe: Jeder Zweite fürchtet, etwas falsch zu machen, leider

Erste Hilfe Tag mit neuer Schweizer Studie von SRK und Helsana

Die Bereitschaft, Erste Hilfe zu leisten, ist in der Schweizer Bevölkerung gross. Allerdings fühlen sich 50% in Notfallsituationen und bei Erste-Hilfe-Massnahmen unsicher, weil ihnen das nötige Wissen fehlt oder es veraltet ist.

Dies zeigt eine neue Studie Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und der Helsana, die zum Welttag der Ersten Hilfe vom 12.9. publiziert wurde. Wissen kann in einigen Notfällen zentral sein. Aber beim häufigen und immer lebensbedrohlichen Herz-Kreislaufstillstand zählt speziell sofortige Hilfe.

Bei plötzlichem Herzstillstand bedeutet Zögern vielfach den Tod des Opfers, weil die Rettungsprofis zu spät kommen, sei es in ländlichen Gebieten oder in der Stadt. Das zeigt z.B. die Analyse der Stadt Zürich.

Regelmässig reichen auch Kurse wie Herz-Lungen-Wiederbelebung (Basic Life Support = BLS) nicht, um das Opfer zu retten. Dann entscheidet nur sofortige Defibrillation über Leben, Tod oder bleibenden Schaden.

Mit diesen Defibrillatoren kann man nichts falsch machen

Und unsere Kunden retten regelmässig Leben mit einem gemieteten oder gekauften „Automatischen Externen Defibrillator“ (AED). Diese Philips-Defibrillatoren kann jeder Teenager, jeder Senior lebensrettend einsetzen, ohne BLS-AED-SRC-Kurs und ohne sich oder das Opfer zu gefährden.

“Sie können im Regen eingesetzt werden, wenn der Patient in einer Pfütze liegt und auch auf metallischem Untergrund. Es gibt keine Einschränkung bei leitendem Grund, weder für den Patienten noch für den Helfer. Auch Herzschrittmacher sind kein Hindernis.” (Hersteller Philips)

Der Helfer kann mit diesen Geräten nichts falsch machen. Nie.

Erste Hilfe mit Herzdruckmassage und AED von Philips Zoll

Darum gehören die von rettungskette.ch exklusiv evaluierten Laien-Defibrillatoren zur Schweizer Rettungskette wie Herz-Lungen-Wiederbelebung/Herzdruckmassage auch.

Retten Sie einen Kollegen oder einen Kunden

Sie können also Leben retten: Mieten Sie einen bewährten AED (Automatischer externer Defibrillator) oder kaufen Sie Geräte im Schweizer AED-Shop.

Natürlich bieten wir in der Notfall-Academy auch professionelle BLS-AED-SRC-Kurse und Refresher an, denn empfehlenswert sind sie durchaus.

Zur Studie

„Die repräsentative Studie zum Verhalten und den Kompetenzen der Schweizer Bevölkerung zu Erster Hilfe wurde im Auftrag des SRK und der Krankenkasse Helsana von der Forschungsstelle Sotomo durchgeführt. Im Juli 2020 wurden 3000 Personen in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz befragt. Die Studie ist repräsentativ für die sprachintegrierte Bevölkerung der Schweiz ab 18 Jahren.“

Während Trauergottesdienst mit Laien AED gerettet

Mit Herzdruckmassage und Laien Defibrillator gerettet bei akuten Herz-Kreislauf-Zusammenbruch

Während einem Gottesdienst in der Schweiz erlitt ein Trauergast einen akuten Herz-Kreislauf-Zusammenbruch (plötzlichen Herzstillstand).

Einige Trauergäste reagierten richtig: Sie alarmierten sofort die Notrufzentrale und begannen mit der Herzdruckmassage. Da diese nicht ausreichte, um das Opfer zu reanimieren, setzten sie einen speziell für Laien entwickelten Automatisierten Externen Defibrillator (AED) ein.

Erfolgreich! Der Patient konnte in einem stabilen Zustand mit der Rega in ein Spital geflogen werden. Schneller in der Kirche war diesmal der Rettungsdienst, ein weiterer Glücksfall, denn der Rega-Helikopter konnte nicht in der Nähe der Kirche landen.

Darum ist der Heartstart HS1 als einziger Laiendefibrillator in den strengen USA für jedermann ohne Arztrezept erhältlich.

AED für Laie mieten oder kaufen im Shop

Der lebensrettende AED war ein Philips Heartstart HS1 von Reavita AG, dem Betreiber von rettungskette.ch. Dies ist seit Jahren der Defibrillator, der am meisten Leben rettet, wenn Sekunden über Leben oder Tod entscheiden.

Die Gründe:

  • für jedermann kinderleicht einzusetzen.
  • man schädigt weder das Opfer noch sich selbst.
  • kann bei jedem Opfer eingesetzt werden (entdeckt Herzschrittmacher).
  • schneller einsatzbereit als viele AED: In weniger als 10 Sekunden ist der Herzrhythmus korrekt analysiert und das Gerät schockbereit.
  • höchste Schockqualität: biphasisch, schnell und individuell an Opfer angepasst.
  • verlässlich: Gerät testet täglich selbst die Einsatzbereitschaft.

Diese Fragen sollten Sie bei der Evaluation eines AED stellen.

In der Schweiz ist Reavita einziger von Philips autorisierter Vertragspartner und kann deshalb Service und Garantieleistungen bieten. Seit dem Jahr 2000 für Kunden wie Kirchgemeinden, die SUVA, den Bund und viele Firmen.

Stellen Sie sicher, dass Sie ein Leben retten können

(Symbol-Foto: Bernd Schwabe (Lizenz CC BY-SA 3.0)

78% von geheilten Coronavirus-Patienten haben danach Herzschäden, so eine Studie

bleibende Herzschaden nach Corona Erkrankung

Sogar mild verlaufende Covid-19-Erkrankungen können Spuren am Herzen hinterlassen, so das Fazit einer Studie, welche Kardiologen der Universitätsklinik Frankfurt im Fachmagazin «JAMA Cardiology» publiziert haben. Sie schreiben: “Besonders besorgniserregend ist, dass sich eine Infektion offenbar unabhängig von der Schwere, von bestehenden Vorerkrankungen und dem Verlauf der Akuterkrankung langfristig im Herzen manifestieren kann”.

Keine Risikopatienten, keine Corona Symptome

Von den untersuchten Erkrankten mussten nur 2% künstlich beatmet werden, 18% verspürten überhaupt keine Symptome, dass sie vom Coronavirus befallen worden waren. Die untersuchten Erkrankten gehören scheinbar nicht zu den Risikogruppen, ihr Alter lag nämlich zwischen 45 und 53 Jahren.

Die Resultate: 78% der Untersuchten zeigten auch 2 bis 3 Monate nach Gesundung Auffälligkeiten in der Magnetresonanz-Untersuchung. 60% wiesen Zeichen auf, die für eine Entzündung des Herzmuskels sprechen.

Manche klagten über Brustschmerzen oder spürten das Herzklopfen. Vor der Corona-Infektion war bei keinem der untersuchten Erkrankten eine Herzinsuffizienz oder eine Erkrankung des Herzmuskels bekannt.

Die Studie «Outcomes of Cardiovascular Magnetic Resonance Imaging in Patients Recently Recovered From Coronavirus Disease 2019 (COVID-19)» wurde Ende Juli 2020 online publiziert.

Risiken für Herzinfarkt oder Herzstillstand steigen

Wenn am Coronavirus Erkrankte, die nie Symptome zeigten, trotzdem bleibende Herzschwächen davontragen können, so kann man damit rechnen, dass nun gesund scheinende Menschen im besten Alter vermehrt riskieren, einen Herzinfarkt oder Herzstillstand zu erleiden.

Ob diese Befunde dauerhafte Schädigungen oder Beeinträchtigungen bedeuten, müsssen Langzeitstudie zeigen.

Heute bereits klar ist: Gegen Herzstillstand/Herz-Kreislauf-Zusammenbruch hilft nur sofortige erste Hilfe und ein Defibrillator – am besten in den Händen von Passanten, Arbeitskollegen oder von Mitbewohnern, denn die Ambulanz kommt sehr oft zu sät.

Reavita AG (Betreiber von rettungskette.ch) bietet bewährte Original-Defibrillatoren für Laien und Profis sowie erste-Hilfe-Schulungen seit 2000. Man kann diese Defibrillatoren mit Garantie im AED-Shop kaufen oder im Service-Mietmodell nutzen – ein Rundum-Sorglos-Paket.

Erste Schweizer Karte von Defibrillator Standorten publiziert

Karte mit Standorten von Defibrillatoren AED für Laien in der Schweiz

Ein Mitarbeiter der Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich hat ehrenamtlich eine erste Landkarte der Standorte von Defibrillatoren in der Schweiz publiziert.

Bis anhin existierten nur kantonale oder regionale Verzeichnisse von Standorten.

Das Ziel von defikarte.ch ist, dass ein Laie im Herznotfall raschmöglichst herausfindet, wo sich der nächste öffentlich zugängliche Defibrillator befindet. Die Karte kann mit dem Smartphone mit Internetverbindung genutzt werden.

Die Karte des Initianten Christian Nüssli ist noch nicht vollständig. Die vorbildliche, engagierte Einzelperson hinter der Karte ist auf weitere Defibrillator-Meldungen angewiesen, damit die Karte wirklich alle «Defi»-Standorte beinhaltet und aktuell bleibt. Wer einen Standort kennt, kann auf www.defikarte.ch überprüfen, ob das Gerät schon eingetragen ist. Falls nicht, so kann jeder beim «Karten-Wikipedia» OpenStreetMap einen kostenlosen Account eröffnen und sein Wissen selber einpflegen.

Gemeinden könnte die Karte bei Public-Access-Projekten ebenfalls helfen: Sie können überprüfen, wo öffentlich zugängliche Defibrillatoren fehlen oder ob vorhandene Geräte nicht optimal platziert oder verteilt sind sind. Ein Defibrillator, den ein Laie einsetzen kann, muss so rasch wie möglich verfügbar sein: Jede Minute sinkt die Überlebenschance eines Herzstillstand-Opfers um 10%.

Defibrillator Biasca, Kanton Tessin
Reavita-Kunde Kanton Tessin, Gemeinde Biasca

Verschiedene Notruf-Zentralen (Notruf 144) registrieren AEDs ebenfalls, leider noch nicht alle. In folgenden Kantonen ist die sinnvolle Registrierung heute möglich: BS, BL, BE, FR, JU, GR, LU, NW, OW, UR, SZ, SO, SG, AI, AR, GL, TG, GE, VD, NE, VS, TI. Diese Registrierung stellt im Herznotfall beim Anruf auf Tel 144 sicher, dass der nächste Defibrillator rasch gefunden und gleichzeitig die Rettungskette sicher in Gang gesetzt wird.

Reavita AG, Betreiber von rettungskette.ch, rüstet seit 2000 tausende von Schweizer Firmen, Spitäler und Gemeinden mit laiengerechten Defibrillatoren aus. Zudem bieten wir Service-Miete von Defibrillatoren, Konzeption von Public-Access-Projekten und professionelle Notfall-Schulungen. Reavita war u.a. beim bedeutendsten Schweizer Defibrillations-Programm des Kantons Tessin von Anfang an involviert.

Bitte tragen Sie Ihre zumindest zeitweise öffentlich zugänglichen Geräte bei defikarte.ch ein und bei der Notrufzentrale 144 ein, wo das möglich ist. Sie helfen, ein Leben zu retten. Herzlichen Dank.

Ist ein Defibrillator die Antwort auf den Herzinfarkt im Haushalt?

Defibrillator für zuhause kaufen bei Herzinfarkt

Es gilt als bedeutender Durchbruch, dass die hochentwickelten Heartstart-Defibrillatoren von Philips von jedermann genutzt werden können.

Es wird visuell und mit gesprochener Sprache gezeigt, wie man den “Defi” bedient. Und es sind Sicherheitsvorrichtungen eingebaut, so dass es nicht möglich ist, jemandem, der noch einen normalen Herzschlag hat, einen potenziell tödlichen Schock zu versetzen. Hat das Opfer kein lebensbedrohliches Herzproblem, so kann bei Philips-Heartstart-Geräten auch kein Schock ausgelöst werden.

Das meist verbreitete Gerät, der Heartstart HS1, ist so klein und leicht, man kann es in einer Einkaufstasche tragen. Und damit ein Leben retten, denn meist kommt die Ambulanz in der Schweiz zu spät bei einem Herzstillstand.

“Wir geben viel Geld für Hi-Fi-Geräte und Computer aus, dass man sich leicht diese Lebensversicherung für zu Hause leisten könnte”, sagen sich immer mehr Menschen, denn die Defibrillatoren sind deutlich günstiger geworden. Aber ist die Anschaffung sinnvoll? Je nachdem schon.

Viele Herznotfälle ereignen sich im Haushalt

Denn Defibrillatoren sind in der Schweiz im öffentlichen Raum leider nicht weit verbreitet und sogenannte “First Responder”-Laien-Organisationen ebensowenig. Viele Herzattacken und Herzstillstände ereignen sich zudem zuhause.

So stellen sich lebenswichtige Fragen wie: Ist es denkbar, dass Sie innert 3-5 Minuten einen Defibrillator in Ihrer Wohnung einsetzen müssen? Der Notfallmedizin-Spezialist Reavita – Betreiber dieser Plattform – hat Antworten auf diese und weitere Fragen bereitgestellt. Worauf Sie vor dem Kauf eines Defibrillators für Laien achten müssen, können Sie hier nachlesen.

Nur ein Defibrillator-Modell…

Gut zu wissen: Der Philips HeartStart HS1 Defibrillator ist der erste und einzige Defibrillator, der sogar in den strengen USA ohne Rezept erhältlich ist. Es ist auch das weltweit meist verbreitete Gerät. In der Schweiz können Sie ihn in unserem AED-Shop erwerben, wir sind der einzige von Philips autorisierte Vertragsparter mit Schweizer Garantie, Service und Schulung.

Covid-19: So reinigen und desinfizieren Sie Philips-Defibrillatoren

Defibrillator Reinigung bei Corona und Covid-19

Grundsätzlich: Halten Sie sich an die Massnahmen zur Covid-19-Infektionskontrolle, wie sie in den bestehenden Richtlinien festgelegt sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass nachfolgende Empfehlungen nicht dazu gedacht sind, bestehende nationale Richtlinien oder etablierte Krankenhausprotokolle und befolgte, veröffentlichte Richtlinien und medizinische Literatur zu ersetzen.

Reinigungs- und Desinfektionsempfehlungen für Philips AED:

  • Reinigungsmittel auf ein weiches, fusselfreies Tuch auftragen oder ein Einwegtuch verwenden. Das Tuch oder Wischtuch sollte gesättigt sein, aber nicht tropfen.
  • Wischen Sie das Reinigungsmittel über die gesamte Aussenfläche und den Bildschirm des Geräts.
  • Desinfektionsmittel auf ein weiches, fusselfreies Tuch auftragen oder ein Einwegwischtuch verwenden. Das Tuch oder Wischtuch sollte gesättigt sein, aber nicht tropfen.
  • Desinfektionsmittel über die gesamte Aussenfläche des Geräts wischen.

Geeignete Reinigungs- und Desinfektionsmittel für Laien-Defibrillatoren von Philips:

Im Folgenden sind für jedes Philips-Gerät zugelassene Methoden und Mittel aufgeführt, die mit der WHO und der CDC übereinstimmen:

Reinigen des Defibrillators bei Corona und Covid-19 Bedingungen

Klicken Sie zur Vergrösserung auf die Graphik.

Eine vollständige Liste normaler Reinigungsanweisungen finden Sie in der Gebrauchsanleitung für Ihr Philips-Gerät (oben genannte Modelle).

Achtung:

Bitte stellen Sie die von Philips empfohlenen Listen der Reinigungs- und Desinfektionsmittel der Abteilung für Infektionskontrolle des Krankenhauses zur Verfügung. Informieren Sie die Leistungserbringer im Gesundheitswesen darüber, dass die Verwendung von Mitteln, die nicht auf den von Philips empfohlenen Listen stehen, den Kunststoff beschädigen, Risse entstehen lassen und einen Austausch des Geräts erforderlich machen können.

Referenzen:

World Health Organization (WHO). Infection prevention and control during health care when novel coronavirus (nCoV) infection is suspected: Interim Guideance (PDF)

Interim Clinical Guidance for Management of Patients with Confirmed Coronavirus Disease (COVID-19): Centers for Disease Control

rettungskette.ch und Defibrillatoren AED von Philips

Reavita AG, Betreiber von rettungskette.ch, ist der einzige, von Philips autorisierte Vertragspartner in der Schweiz und dies seit dem Jahr 2000.

Video: Demonstration eines Defibrillators in deutsch

Video wie Defibrillator nutzen

Ein deutscher Feuerwehrmann erklärt und demonstriert einem Journalisten den Laien-Defibrillator (Modell: “Philips Heartstart Frx)

Fazit des Feuerwehrmanns, eines medizinischen Laien: “Man kann nichts falsch machen”

Weitere Informationen

Wissenschafter: Coronavirus/COVID-19 greift offenbar das Herz an

Covid 19 kann zu Herzschädigung führen

Das Coronavirus Sars-CoV-2 greift offenbar auch das Herz an, wie mehrere Studien mit Daten von mehreren Tausend Patienten aus China und aus Italien nahelegen. Auch eine US-Studie besagt: “Insgesamt kann eine Verletzung des Herzmuskels bei jedem Patienten mit oder ohne Herzkrankheit auftreten, aber das Risiko ist bei denjenigen höher, die bereits eine Herzkrankheit haben.“

Mit der COVID-19-Erkrankung entsteht ein erhöhter Entzündungsstatus. Dieser kann häufig zu Herzerkrankungen führen. Das heisst, auch Menschen ohne Vorerkrankungen können eine direkte Schädigung des Herzens erleiden.

Die ersten Studien deuten an, dass das Virus direkt die Herzmuskelzellen schädigen kann, im Sinne einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Forscher um Riccardo Inciardi von der Universität Brescia thematisieren den Fall, einer gesunden 53-jährigen Frau, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. In der Kardiologie des Spitals zeigte sich, dass sie deutliche Anzeichen einer akuten Myokarditis zeigte. „Dieser Fall unterstreicht, dass das Herz als Komplikation von Covid-19 betroffen sein kann – und das selbst ohne klare Symptome und ohne eine Lungenentzündung“, berichten die Ärzte.

In einer aktuellen Arbeit („Potential Effects of Coronaviruses on the Cardiovascular System“) schreibt der Autor Mohammad Madjid von der McGovern Medical School an der University of Texas Health Science Centre, University of Texas: „Es ist wahrscheinlich, dass der Herzmuskel selbst in Abwesenheit einer vorhergehenden Herzerkrankung durch das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit beeinträchtigt wird.“

Aktuell heisst dies, dass dem kardiovaskulären Schutz während der Behandlung von COVID-19 besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Was Mediziner raten

Für Risikopatienten ist die konsequente Einnahme der ärztlich verordneten Medikamente ganz besonders wichtig. Bei Unsicherheit konsultieren Sie unbedingt telefonisch Ihren Hausarzt oder Ihren Kardiologen. Lassen Sie sich auch beraten zu einer Impfung gegen Grippe. Diese kann auch jetzt noch Sinn machen.

Falls Sie aktuell eine normale Grippe haben: Heilen Sie diese in jedem Falle richtig aus. Wie eine harmlose, normale Grippe zu unentdeckten, aber lebensbedrohlichen Herzschädigungen und Myokarditis (Herzmuskelentzündung) führen kann, zeigt rettungskette.ch in einem weiteren Beitrag auf.

TV-Beitrag zu COVID-19 und akuten Herzerkrankungen

Anschaulich erklären Mediziner den Zusammenhang COVID-19 und Herzerkrankungen in einem aktuellen, kurzen TV-Beitrag des deutschen Senders „NDR“. Dabei werden auch Arteriosklerose-Risiken in diesem Kontext angesprochen. „Wie sehr das Coronavirus dem Herzen langfristig schaden kann, wird man erst in einigen Monaten sehen“, so das Fazit.

Illustration: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Corona-Virus und Herzerkrankungen: Was Fachleute empfehlen

Grundsätzlich: Ein erhöhtes Risiko bei einer COVID-19-Erkrankung (Corona Virus) haben Menschen, die älter als 60 Jahre sind „und an chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden“, soviel scheint aktuell wissenschaftlich klar.

Bezüglich der Risiken für Kinder, Jugendliche und jüngeren Erwachsene hält die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK) fest: „Nach den aktuell vorliegenden Informationen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht besonders gefährdet. (…) Es ist augenblicklich auch nicht notwendig und wird von Seiten der DGPK auch nicht empfohlen, Ihr Kind allein aufgrund eines angeborenen Herzfehlers zu isolieren.“

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hält fest: “40% der mit COVID-19 infizierten Patienten im Krankenhaus würden an einer kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung leiden, berichten die Autoren des Schreibens um Prof. Mohammad Madjid, University of Texas in Houston. Fallberichten zufolge entwickelt etwa jeder fünfte hospitalisierte Patient ein akutes respiratorisches Distress-Syndrom, bei 16,7% kommt es zu einer Arrhythmie und bei 7,2% zu akuten Herzschädigungen und einige Patienten scheinen unveröffentlichten Berichten zufolge an einer Myokarditis zu erkranken.”

Das könnte heute und gefährliche Folgen haben und in der Zukunft, wenn die Corona-/Covid-19-Krise überstanden scheint.

  • Aktuell: “Der aktuelle Fokus auf die Symptome des Coronavirus-Infektion birgt die Gefahr, dass die klassischen Symptome eines Herzinfarktes übersehen werden”, so die DGK.
  • Nach der Krise: Wenn sich zeigen sollte, dass Corona-Erkrankte (oder “normale” Grippe-Erkrankte) ohne Diagnose oder ernste Erkrankung eine Myokarditis erlitten haben.

Es ist unter normalen Umständen gut möglich, dass Herz-Risikopatienten nicht wissen, dass sie Risiken haben, weil bei ihnen z.B. Myokarditis gar nie diagnostiziert wurde.

Grippeschutzimpfung gegen Herzinfarkt, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und Corona

Wer 2019/2020 Grippe hatte oder möglicherweise eine nicht diagnostizierte oder leichte Form von Covid-19, sollte sich entsprechend auf Myokarditis unteruchen lassen.

Denn auch eine harmlose Grippe kann in Herzmuskelentzündung (Myokarditis) resultieren – wenn man zu früh arbeiten geht oder den Sport wieder aufnimmt. Die Erkrankung bleibt leider oftmals unentdeckt. Aber eine Myokarditis kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und zum plötzlichen Herztod führen.

Wir haben die medizinischen Zusammenhänge zwischen Grippe und Herzrisiken zusammengefasst.

Für die Zukunft: Wegen versteckter Gefahren ist es generell wichtig für den Schutz von Herzpatienten, aber auch für Gesunde, dass diese mit Impfungen (Pneumokokken- und Influenzaimpfung), ihr Risiko für bakterielle Superinfektionen minimieren, hält die deutsche Gesellschaft für Kardiologie weiter fest.

(Photo by CDC on Unsplash)

NHL-Profi mit Defibrillator gerettet

Sportler Herzstillstand defibrillation

Der Eishockey-Star Jay Bouwmeester verdankt sein Leben einem Defibrillator. Dies melden US-Medien. Der 36-Jährige NHL-Profi war während eines Spiels auf der Mannschaftsbank zusammengebrochen, weil er eine „Herzattacke“ erlitten hatte. „Jay war nicht ansprechbar. Das medizinische Team musste einen Defibrillator verwenden, um ihn wiederzubeleben“, sagte Doug Armstrong, Team-Manager. Nach der Schockabgabe sei Bouwmeester sofort wieder zu sich gekommen.

Bouwmeester geht es nach neueren Informationen des Clubs wieder “gut” und er unterzieht sich mehreren Tests, um herauszufinden, was die Ursache für den Vorfall war. Armstrong fügte auch hinzu, dass die Prognosen „sehr positiv“ seien.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein NHL-Profi nach einem Herznotfall gerettet wurde. Am 10. März 2014 erlitt Rich Peverley einen Herzstilllstand und überlebte. Danach erhöhte die NHL die notfallmedizinischen Vorgaben von 2005 ein weiteres Mal, „was möglicherweise dazu beigetragen hat, dass Bouwmeester schnell und effektiv behandelt wurde“, so CTV-News.

Die Vorschriften besagen, dass beide Teams einen Defibrillator in der Nähe haben müssen. Zudem üben die medizinischen Teams der Clubs regelmässig die Reaktion auf schwere medizinische Notfälle, und alle Spieler werden gründlich auf Herzkrankheiten untersucht.

Fazit: Jeder kann Opfer werden

  1.  Jeder – auch ein durchtrainierter junger Profi-Sportler – kann Opfer eines Herzstillstands werden, und dies trotz regelmässigen medizinischen Untersuchungen / Check-Up.
  2. Der Defibrillator ist ein zentrales Glied jeder Rettungskette in jeder Firma und im öffentlichen Raum. Eine Herzdruckmassage kann genügen, um ein Leben zu retten. Aber nicht immer, wie die Rettung von Bouwmeesters Leben wieder einmal beweist.
  3. Schulung und Refresher-Kurse in Herzdruckmassage und dem Einsatz eines “automatischen externen Defibrillators” (AED) gehören zu einer Rettungskette bei Firmen und gehören zur Arbeitssicherheit.

Auf Empfehlung von Dr. med. Beat Villiger hat Reavita bereits im Jahr 2000 alle Schweizer Nationalliga A und B – Eishockey-Clubs mit Philips-Defibrillatoren ausgerüstet.

Reavita unterstützt über 4000 Schweizer Kunden (Sportclubs, Firmen, medizinische Organisationen und die öffentliche Hand) seit dem Jahr 2000 mit Notfallmedizin-Konzepten und Lösungen. Mit professionellen BLS-AED-Schulungen, Refresher-Kursen und bewährten, ausgewählten Defibrillatoren AED für Laien und medizinische Profis. “rettungskette.ch” ist die Online-Plattform für Laien. Die AED können online im Rettungsketten-Shop gekauft werden oder im Service-Mietmodell gemietet.

Medizinische Profis finden Lösungen bei reavita.ch

(Foto: Screenshot NHL, Live-Übertragung)