Neue Studie: Können Kühlstoffe in E-Zigaretten Herzrhythmusstörungen verursachen?

Eine erste wissenschaftliche Studie deutet darauf hin, dass Kühlstoffe in E-Zigaretten (Vapes) die Herzgesundheit beeinträchtigen könnten. Forschende beobachteten bei Mäusen und im Labor gezüchteten menschlichen Herzzellen Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), nachdem diese mit synthetischen Kühlmitteln in Kontakt gekommen waren.

Die Studie wurde soeben in der renommierten Fachzeitschrift der American Heart Association (AHA) Circulation: Arrhythmia and Electrophysiology veröffentlicht. Laut den Forschenden könnten die untersuchten Kühlstoffe das Risiko für Störungen des Herzrhythmus erhöhen.

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen treten auf, wenn das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmässig schlägt. Betroffene spüren manchmal Herzstolpern, Herzrasen oder Schwindel. In schweren Fällen können bestimmte Rhythmusstörungen das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand erhöhen.

Warum sind Kühlstoffe in E-Zigaretten enthalten?

Viele E-Zigaretten enthalten sogenannte synthetische Kühlstoffe. Diese sorgen beim Inhalieren für ein frisches oder mentholähnliches Gefühl, auch wenn kein Menthol enthalten ist. Die US-Studie legt nahe, dass diese Zusatzstoffe möglicherweise nicht so harmlos sind wie bisher angenommen.

Was bedeutet die Studie für Menschen?

Die Forschenden weisen darauf hin, dass die Ergebnisse bisher nur aus Tierversuchen und Laboruntersuchungen stammen. Ob die gleichen Auswirkungen auch bei Menschen auftreten, muss noch durch weitere Studien an Menschen bestätigt werden.

Dennoch sehen Fachleute Anlass zur Vorsicht. Die American Heart Association zeigt sich besorgt, «dass bei Menschen, die diese Produkte verwenden, ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen und möglicherweise für einen plötzlichen Herzstillstand bestehen könnte.»

Fazit zum aktuellen Wissensstand

Diese Studie zu synthetischen Kühlstoffen in E-Zigaretten liefert erstmal Hinweise auf mögliche Risiken für die Herzgesundheit. Wer bereits an Herzproblemen leidet oder sich Sorgen um Herzrhythmusstörungen macht, sollte die Entwicklung der Forschung aufmerksam verfolgen. Gleichzeitig ist zu bedenken, dass viele Menschen Herzrisiken haben, ohne dies zu wissen oder dies zu bemerken.

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen zur Studie und weiterführende Links finden Sie auf der Website der American Heart Association (englisch).

((Foto: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)/Unsplash))